Markus Schneider Stellenbosch De Cutter Chenin Blanc Single Vinyard 2017

Markus Schneider Stellenbosch De Cutter Chenin Blanc Single Vinyard

Markus Schneider Stellenbosch De Cutter Chenin Blanc Single Vinyard – Was kreucht und fleucht da alles im Gebüsch? Es sind nicht nur die Tiere und Pflanzen, die in dem warmen, trockenen Klima Südafrikas – genauer gesagt in der Region Stellenbosch nahe Kapstadt – sehr gut auskommen, es ist auch ein Markus Schneider, der mit seinem Winzerkollegen Danie Steytler ein Joint Venture ‚abroad‘ startet, das den griffigen Namen DE CUTTER trägt.

Markus Schneider in Südafrika

„Was macht er da?“, könnte man fragen. „Urlaub?“, „Anreize sammeln?“, „eine Auszeit nehmen?“ – alles richtig, irgendwie, wobei wohl „Anreize sammeln“ den Nagel auf den Kopf trifft. Alles begann, als Kumpane Oliver Zeter ihn für dieses Land begeistern konnte, was einen Flug dorthin zur Folge hatte. Wen er dort kennenlernte, war Danie Steytler vom Weingut Kaapzicht, der in den flachen, von Bergen umstandenen und Granit durchzogenen Tälern der Region alte und wildwachsende Chenin-Blanc-Reben besitzt.

Das Ergebnis ist typisch Markus Schneider: Man nehme eine bekannte, wohl fast zu bekannte, Rebsorte – in diesem Fall Chenin Blanc – und baue sie zu etwas Einzigartigem aus. Der Geruch ist so intensiv, dass man die Flasche zirka eine halbe Stunde vorher dekantieren muss. Was sich dann der Nase bietet, ist nicht ganz klar zu fassen: Birnen? Ja. Aprikosen? Check. Etwas Mango und Ananas? Ebenso. Aber auch ein Hauch von Limette und Stachelbeere schießt dazwischen. Im Geschmack ist wohl der Begriff ‚Bündelung‘ das richtige Wort: Alles, was die Traube zu bieten hat, ballt sich hier zusammen, nicht ohne am Gaumen mit einer gehörigen Portion Schmelz entlangzurutschen – eine üppige Fruchtdosis also, dabei aber stets knackig.

Markus Schneider Stellenbosch De Cutter Chenin Blanc Single Vinyard Bush Vine – nicht zu bändigen

Was den DE CUTTER so einzigartig macht, ist nicht zuletzt der Lage geschuldet: Die Kaapzicht-Trauben wachsen in „Bush Vine“-Art, soll heißen, sie lassen sich durch die kräftigen und nah am Boden austreibenden Stämme nicht in ‚Gitterformat‘ bringen – also weg mit dem Draht. Die im Granit-Boden der Bottelary-Hügel liegende Mineralität und die ungefilterte Abfüllung tragen natürlich ihr Übriges zur Grund-Aromatik bei.

Was einen mit dem Markus Schneider DE CUTTER erwartet, ist also ein Extrem, das man lieben oder hassen wird. Um Folgejahrgänge wird sich bemüht, die Abfüllungen sind aber streng limitiert.