Markus Schneider Leiwener Josefsberg Riesling Spätlese

Markus Schneider Leiwener Josefsberg Riesling Spätlese

Was sich im Leiwener Josefsberg an Schätzen verbirgt, konnte Markus Schneider bereits mit dem Markus Schneider Leiwener Josefsberg Riesling Spätlese 2017er-Jahrgang zeigen. Doch mittlerweile tragen auch die ‚Zinsen‘ ihre Früchte und die Mosel-Linie ist aus dem Portfolio des Pfälzers nicht mehr wegzudenken.

Leiwen – reich an (Wein-)Schätzen

Was Markus Schneider vor wenigen Jahren da erwarb, stellte sich als eine wahre Fundgrube an Riesling-Schätzen heraus: Den Josefsberg in Leiwen, gelegen an der Mosel in geschützter Tallage und bepflanzt mit Reben, die – weit von ‚Massentraubenhaltung‘ entfernt – ganz natürlich wachsen, mit genügend Platz (wie sich das gehört), selbstregulierender Vegetation (ja, auch das ein oder andere Schaf ist dort anzutreffen) und ganz viel Liebe zum Detail (Erntemaschinen = Frevel).

Kein Wunder, dass die Josefsberger Spätlese ebenso reich an Aromen ist. Der Moselwein kommt dabei klassisch fruchtig daher: Als hätte man eine Obstplatte vor sich, reihen sich Pfirsiche, Quitten, Grapefruits, grüne Äpfel, Mangos und Bergamotten aneinander. Dazwischen entdeckt man auch die eine oder andere Dekor-Blume und Melissenblätter. Zu diesem Appetizer bekommt man nun einen Spätriesling gereicht: Wunderbar konzentriert und erfrischend schlängelt er sich am Gaumen entlang. Die edle Fruchtsüße wird dabei gekonnt von der vitalisierenden Fruchtsäure akzentuiert und die mineralische Note im Hintergrund sorgt für den richtigen Pep – ein finessenreiches Ganzes also.

Markus Schneider Leiwener Josefsberg Riesling Spätlese
Der Josefsberg – ein Heiliger?

Der Josefsberg hat zwar mit seiner einzigartigen Lage – querterrassierte Hanglage, geprägt von Devonschiefer – wahrhaft Sakrales zu bieten und gleich in der Nähe befindet sich zudem eine Kapelle, er ist aber kein ‚Heiliger‘, denn der Name geht nicht, wie man denken könnte, auf den heiligen Josef zurück, sondern auf Josef Bartel – einen Ortsvorsteher, der vor über hundert Jahren dafür sorgte, dass das ehemals als „Ginsterberg“ bekannte Areal unterschiedlich verwaltet wird, was die alternative Benennung mit sich brachte: ja, manchmal sind spannende Namen einfach nur bürokratischen Vorgängen zu verdanken.