Markus Schneider SYRAH – 2009

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Beim 2009er Markus Schneider Syrah – und das verspreche ich, wird mit Gewissheit keine Essigmutter neu angesetzt. Aber es gibt im übertragenen Sinne eine Gemeinsamkeit mit dem südlich der Alpen gefeierten Balsamico

In alten Schriften findet sich für Syrah das Synonym „Balsami = Wohlgeruch und Gewürz“. Wir kennen Balsam eher in Verbindung mit dem Sprichwort „Balsam für die Seele“ oder dem Aceto BALSAMico. Bei letzterem wird ja der Most von spätgelesenen Trauben eingekocht, um bis zu 70% reduziert und mit einer Essigmutter neu angesetzt und zu Essig vergoren.

ruinös extreme Reduktion im Weinberg

Beim 2009er Markus Schneider Syrah – und das verspreche ich, wird mit Gewissheit keine Essigmutter neu angesetzt. Aber es gibt im übertragenen Sinne eine Gemeinsamkeit mit dem südlich der Alpen gefeierten Balsamico: Denn auch bei des Schneiders Syrah  fand dieses „einkochen und reduzieren“ statt, aber natürlich im Weinberg, denn der Ernteertrag wird hier extrem reduziert, um nur die besten Trauben für diesen Syrah mit deutscher Perfektion zu keltern. Schneider und sein Team hatten in 2009 super Bedingungen einen Top-Syrah zu vinifizieren.

Um wirklich nichts dem Schicksal zu überlassen, wurde während der Reifezeit die Zahl der Trauben um 50% reduziert und vor der Lese hat Schneider nochmals 35% runtergeschnitten. Sprich an einem Rebstock hingen noch 1-2 Tauben mit ca. je 75 Beeren. Daß derartig perfektionierter Handlese dann Maischegärung, schonender Ausbau, 18 Monate im Barrique und Flaschenreife folgen sind obsolet.

Die önologischen Fakten

  • Alkoholgehalt: 15,0 Volt
  • Trinktemperatur: 16-18°C
  • lagerfähig bis: 2030

Verkostungsnotiz des Jahrgangs 2009